Historische Gebäude
Damme, Flandern in einer Nusschalle, wo jeder stein seine mittelalterliche Geschichte erzählt und den Abglanz ehemaliger burgundischer Pracht trägt.
Philip von Elsass, der Graf von Flandern, verlieh diesem Ort bereits 1180 die Stadtrechte von 'Damme'. Brügge hatte inzwischen einen Kanal nach Damme gegraben und das Städtchen entwickelte sich schnell zu einem dynamischen Umschlaghafen.
Naturschutzgebiet 'Damse Stadswallen', Damme
'Blauwe Sluis' (Blaue Schleuse), Lapscheure
Schloß von Moerkerke, Moerkerke
Schloß von Oostkerke, Oostkerke
Neogothische kompleks, Vivenkapelle
Bilder
Denkmal Jacob van Maerlant, Damme
Eulenspiegelgedenkstein, Damme
Historische Gebäude
Rathaus (1464)

lm gotischen Stil erbaut. Die Nischenbilder stellen Philipp von Elsass, Johanna und Margareta von Konstantinopel, Philipp von Thiette, Karl den Kühnen und Margareta von York dar. An der rechten Ecke hangen 2 Gerichtssteine. Die Stadtuhr stammt aus dem Jahre 1459. Bemerkenswerte Balkenkonsolen im Gerichts- und im Ratssaal. Glockenspiel mit 39 Glocken.
Haus "Huyse De Grote Sterre"
Wiederaufgebaute Patrizierwohnung aus dem 15. ]ahrhundert. Ursprünglich 2 Häuser: de Grote Sterre und Craeynest. Residenz der spanischen Militärgouverneure im 17. Jahrhundert und im 18. Jahrhundert die des Brügger Kanonikers van der Stricht. Das Besucherzentrum beherbergt das Verkehrsamt und das literarische Eulenspiegelmuseum.
Haus St-Jan (privat)

In diesem vom Landvogt Eustaas Wyts im Brügger Stil erbauten Haus aus dem 15. Jahrhundert wurde am 3. Juli 1468 die Hochzeit von Karl dem Kühnen mit Margareta von York vollzogen.
Hospital St.-Jan
Der Überlieferung nach, wurde das Krankenhaus 1249 von Margareta von Konstantinopel errichtet. Einkünfte hatte es dank der Steuer auf den Weinimport. Der Bruder-Peiler maß mit dem Meßstab die Weinmenge, die pro Faß in den Hafen von Damme eingeführt wurde. Hier finden Sie ein interessantes Museum mit einer reichen Sammlung von gotischen und Renaissancemöbeln, mit Gemälden der Hospitalvögte, Töpfereien, Grabplatten und Gebrauchsgegenständen. Barocke Krankenkapelle.
St-Kristoffelhof
Eingangstor aus dem 18. Jahrhundert zu dem 'Casteelgoet de Proosdye'. Landgut des Kanonikers van der Stricht. Um 1760 im Stil Ludwigs des XV. umgebaut. Monumentale Scheune mit Mansardendach.
Kasematte, Heringmarkt, Damme

Bis 1660 wurde die Lieve mit 2 Mauern oder Kasematten durch die Festung von Damme geführt. Dann verlegte man deren Verlauf außerhalb der Stadt. Später wurden diese Befestigungen überwölbt. Dieses Bauwerk fungierte als Munitionslager.
Kasematten, Kerkstraat, Damme
Die Kasematten sind Munitionslager aus der Zeit der Damme Militärperiode. Eine dieser Kasematten ist heute ein Fledermaus-Reservat.
Heringmarkt, Damme
Dieser Marktplatz erinnert an die Heringanfuhr. lm 15. Jahrhundert wurden in Damme jahrlich 28 Millionen Salzheringe aus Schonen (Schweden)umgesetzt. Böttcher lieferten die Tonnen für den Heringhandel. Unter dem Freiheitsbaum (1905) steht das Verbrüderungsdenkmal von Damme mit Damme Oldenburg (D) von Jef Claerhout,
Liebfrauentor, Damme
Die archäologischen Reste des Liebfrauentores (17. Jahrhundert) werden in der Straßendecke dargestellt. Dieses Eingangstor war Teil des siebensternenförmigen Walles.
Liebfrauenkirche, Damme
Das erste Gotteshaus stammt von 1225. Nach der Bevölkerungszunahme im 14. jahrhundert wurde die heutige Hallenkirche angebaut. 1725 wurden das Mittelschiff, die Seitenschiffe und das Querschiff abgerissen. Auch die baufalli-ge Turmspitze wurde abgebrochen. Vom 43 M. hohen Turm hat man eine einzig-artige Aussicht. lm Mittelschiff befinden sich Apostelbilder aus dem 13. jahrhundert. Die^Barockaltare und die Beichtstühle verdienen unsere Aufmerksamkeit. Das wundertatige Heilige Kreuz wird hier verehrt. Jacob van Maerlants Crabstein hielt man im 17. jahrhundert für den von Till Eulenspiegel.
Naturschutzgebiet 'Oude Stadswallen van Damme' (die alte Stadtwälle), Damme
Der größte Teil dieses 44 ha großen Naturreservats befindet sich auf den alten Stadtbefestigungswällen von Damme. Aus den Kanälen dieses Verteidigungsystems wurden Rietfelder, Sumpfwälder und Heuwiesen, deren botanischer Wert einzigartig ist mit Arten wie dem Sumpffarn und dem Kamm-Wurfarn. Die angrenzenden, ausgestreckten Wiesen sind im Winterhalbjahr ein wichtiger Rastplatz für die Wintergänse. Im Frühjahr finden Uferschepfen und Keibnitze hier ihre Brutplätze.
Schleuse der Lieve
Bei Ausgrabungen wurden 1969 ein Teil der Schleuse und ein Stück der Kaimauer der Lieve, des ehemaligen Kanals zwischen Gent und Damme, freigelegt. Boote durften maximal 4,5 M. lang, 2,4 M. breit sein und einen Tiefgang von 0,9 M. haben.
Kaimauern
In der Straßendecke werden die ehemaligen Kaimauern und Brückenpfeiler der Brücke über der Reie wiedergegeben.
Sleckeput (Schleuse)
Die 'Slecke' war die Schleuse, die den Dammer Hafen vom Zwin trennte.
Schellemühle
1867 auf dem Fundament einer alten Holzmühle erbaut. Seit Jahrhunderten stand hier eine Mühle deren Lehnsrecht 1267 von der Gräfin Margareta von Konstantinopel an die Stadt verkauft wurde. In dem Mühlenwall ist eine Ölmühle untergebracht worden.
'Blauwe Sluis' (Blaue Schleuse) und 'Lapscheurse Gat' (Lapscheurer Loch)
Gegen Ende des 16. Jahrhunderts durchbrachen die Niederlander die Deiche bei Lapscheure. Das hereinströmende Wasser wusch eine Rinne aus, die heute das Lapscheurer Loch bildet. Zwischen 1746 und 1843 regelte die blaue Schleuse die Entwässerung rund um das Lapscheurer Loch. Nachdem man das Lapscheurer Loch gedämmt hatte, wurde die Entwässerungsfunktion vom Leopoldkanal übernommen.
Schloß von Moerkerke
Das Schloß von Moerkerke liegt südlich der Kirche.
Von dem mittelalterlichen Schloß ist nur im Keller das Fundament zu sehen.
1908 wurde das Schloß renoviert.
Nach dem zweiten Weltkrieg wurde das Schloß als Restaurant eingerichtet.
Schloß von Oostkerke
Um 1300 baut man einen steinernen Turm. Am Ende des 14. Jahrhundert wurde ein "Nederhof" und "Opperhof" mit Grachten umgeben. Um 1938 baut Baron van der Elst das vervallenes Schloß wieder auf. Die Umwallung wurde versteift, die steinerne Brücke wurde repariert und der Westflügel wurde ersetzt von einem eleganten Gebäude in dem Renaissancestil. Auch, die Grundlage der Ringmauer und der Schloßturm wurde errichtet.
Heutzutage, dienen die aufgeführten Fundamenten zum Ornament und Fußweg, herrgestellt von der niederländischen Gartenarchitektin Mien Ruys.
Siphons
Der Leopold- und Schipdonk-Kanal kreuzen an der Stelle der Siphons den Kanal von Domme. Die Fahrverbindung zwischen Brügge und Sluis entlang dem Kanal von Damme ware ohne diese Siphons nicht möglich gewesen. Diese so genannten Unterleitungen sorgten namlich dafür, dass der Kanal von Damme über beide Kanale hin befahrbar wurde.
Schloß Ryckevelde
Ursprünglich ein Bauernhof, vom Schloß Male. Die älteste Meldung ist 1487 datiert.
In der Nähe vom Hof, wurde 1913-1926 ein Schloß im neogotischen Stil gebaut vom Baron Gillès de Pélichy.
Im Schloß Ryckevelde ist eine europäische Bildugsstätte untergebracht worden.
Der Heimatsgarten in der Domäne Ryckevelde ist speziell für Blinder und Rollstuhlgebraucher konzipiert.
Neogothisch Komplex in Vivenkapelle
Um 1350 bekommt Heindric Braderic, Herr von Viven, die Zulassung zum bauen einer Liebfrauenkapelle. Im 19. Jahrhundert hat eine begüterte Brugger Familie das notwendige Geld für die Vergroßerung zu einem neogotischen Komplex, geschenkt.
Jean-Baptiste de Bethune ist der Entwerfer dieses Komplex. Vivenkapelle besteht aus eine Kirche, ein Pfarrhaus, einen Mönchskloster mit einer Knabenschule und einen Kloster mit einer Mädchenschule.
Bilder
Denkmal Jacob van Maerlant, Damme
Flämischer Dichter (± 1235-1293). Schrieb seine bedeutendsten Werke in Damme. Begraben unterdem Kirchturm. Die Statue von H. Pickery wurde 1860 errichtet.
Eulenspiegelgedenkstein, Damme
Bildhauerwerk von Koos van der Kaai.
Eulenspiegeldenkmal, Damme
Bildergruppe von Jef Claerhout. 1979 anläßlich des 100. Todestages von Charles De Coster aufgestellt.
Blick von Licht, Damme
Bildhauerwerk von Charles Delporte (°Charleroi)
Sieh auch: Museum Charles Delporte