Natur
Naturschutzgebiet 'Damse Stadswallen', Damme
Naturschutzgebiet 'Romboutswerve', Damme-Oostkerke
Naturschutzgebiet 'Polder von Sint-Donaas', Hoeke
Provinziale Domäne 'Fort van Beieren', Koolkerke
Naturschutzgebiet 'Platte Kreek', Lapscheure
Naturschutzgebiet 'Blauwe Sluis', Lapscheure
Naturschutzgebiet 'Verbrand Fort', Oostkerke
Naturlehrgarten Ryckevelde, Sijsele
Naturschutzgebiet 'Damse Stadswallen', Damme
Der größte Teil dieses 44 ha großen Naturreservats befindet sich auf den alten Stadtbefestigungswällen von Damme. Aus den Kanälen dieses Verteidigungsystems wurden Rietfelder, Sumpfwälder und Heuwiesen, deren botanischer Wert einzigartig ist mit Arten wie dem Sumpffarn und dem Kamm-Wurfarn. Die angrenzenden, ausgestreckten Wiesen sind im Winterhalbjahr ein wichtiger Rastplatz für die Wintergänse. Im Frühjahr finden Uferschepfen und Keibnitze hier ihre Brutplätze.
Naturschutzgebiet 'Romboutswerve', Damme-Oostkerke
Dieses jagdfreie Weidenreservat, verwoltet durch den Verein "De Wielewaal v.z.w.", wird von durchziehenden und überwinternden Bläßgänsen, Kurzschnabelgänsen, Pfeifenten und Kampfläufern besucht. Einige von den vielen Vogelarten, die hier bruten sind: der Kiebitz, die Uferschnepfe, die Löffelente und der Austernfischer. Vor allem die Übergangszone zwischen Weideland und Wassergräben ist reich an Pflanzenarten: Binsengras, Riedgras, Schilfrohr, Erdbeerklee, rührige Pferdesaat und Sumpfdotterblume. In den Uferzonen der Gräben und Teiche wachsen Ried und Schwanenblumen. lm Herbst färbt der große Algenfarn die Wasseroberfläche der Gräben rot.
Naturschutzgebiet 'Polder von Sint-Donaas', Hoeke
Dieses Naturschutzgebiet ist eine typische Polderlandschaft. An die Lehmgruben des alten Forts Sint-Donaas grenzend, besteht das Gebiet aus einem Wechsel von feuchten, niedrig gelegenen Wiesen und höher gelegenem Weideland.
Das Poldergebiet wird durch die historische Cantelmo-Linie und durch die Hoekevaart durchschnitten. Die reichen Schilfgürtel dieser Wasserläufe und der Schilfsumpf des alten Forts Sint-Donaas sorgen dafür, dass das Gebiet nicht nur für verschiedene Wiesenvögel wichtig ist, sondern auch ein Biotop für Schilfvögel. Auf den Parzellen, die Eigentum von Natuurpunt sind, wurden einige Tümpel angelegt und Hecken gepflanzt, Landschaftselemente, die den kleinen Maßstab und den Reichtum des Landwirtschaftsgebietes von einst wieder herstellen.
Provinziale Domäne 'Fort van Beieren', Koolkerke
Anfang des 18. Jahrhunderts ließ Maximilian-Emmanuel von Bayern, Landvogt der südlichen oder spanischen Niederlände in Koolkerke ein Fort errichten, das nach ihm benannt wurde. Später verlor dieses Bollwerk seine Funktion und is nun eine provinziale Domäne.
Naturschutzgebiet 'Platte Kreek', Lapscheure
Der Platte Kreek und der Bach 'de Zevengemeten' in Lapscheure, sowie deren Ufer und deren Umgebung sind wertvoll für die Natur und die Landschaft. Kiebitze, Bläßhühner und Säbelschnäbler sind ständige Brutgäste. Im Frühjahr rasten hier Rotschenkel, Grünschenkel und Waldwasserläufer.
Naturschutzgebiet 'Blauwe Sluis', Lapscheure
Gegen Ende des 16. Jahrhunderts durchbrachen die Niederlander die Deiche bei Lapscheure. Das hereinströmende Wasser wusch eine Rinne aus, die heute das Lapscheurer Loch bildet. Zwischen 1746 und 1843 regelte die blaue Schleuse die Entwässerung rund um das Lapscheurer Loch. Nachdem man das Lapscheurer Loch gedämmt hatte, wurde die Entwässerungsfunktion vom Leopoldkanal übernommen.
Naturschutzgebiet 'Verbrand Fort' (Verbranntes Fort), Oostkerke
Diese Redoute oder kleine Befestigungsanlage wurde wahrend des spanischen Erbfolgekriegs in der zweiten Halfte des Jahres 1703 errichtet. Das Verbrannte Fort befand sich im Norden des Romboutswerve-Deichs an der Stelle, an der eine Unterleitung oder Siphon unter dem Deich angebracht war. So konnte das Gebiet im Süden des Deichs und im Norden der Verse Vaart unter Wasser gesetzt werden.
Die Redoute gehorte zum klassischen Typ, aufgebaut aus einer Gracht, einem Vorwall und einem Verteidigungswall. Die Spuren verbrannten Lehms auf dem Gelande wiesen darauf hin, dass der hölzerne Aussichtsturm innerhalb des Forts durch Brand zerstört wurde.
Was jetzt noch vom Fort übrig bleibt, zeichnet sich als quadratische Wiese mit einer Seite von 88 Metern ab. Die beste Sicht auf dieses Fort erhalt man am Deich des Schipdonk-Kanals.
In den Relikten der ehemaligen Umwallungsgracht finden wir eine interessante Sumpfvegetation mit unter anderem Breitblättrigen Rohrkolben, Aufrechten Igelkolben, Schwanenblumen und Nickenden Zweizahn. lm Frühling beherbergt dieses Biotop auch eine Reihe von Amphibien. Sowohl die Erdkröte als auch der braune und grüne Frosch kommen hier zahlreich vor. Sie suchen das seichte, unbewegliche Wasser, um ihre Eier darin zu legen. Auch der kleine Wassersalamander findet hier noch einen geeigneten Lebensraum zwischen den vorhandenen Wasserpflanzen.
Aus: Forts und Deiche zwischen Brügge und Damme. Westtoer, 2007.
Domäne Ryckevelde, Sijsele
Wälder von Ryckevelde.
Auf den kargen Sandböden südlich der Zwinregion liegt die Domäne Ryckevelde, deren Wälder von ANIMAL Bos und Groen verwaltet werden. Dieses Amt der flämischen Gemeinschaft beabsichtigt eine dauerhafte Vereinigung von Erholung, Landschaft, Ökologie und Ökonomie. lm Militärsperrgebiet, das am Wochenende teilweise geöffnet ist, liegt das Heidereservat die Schobbejaks-Höhe.
Naturlehrgarten Ryckevelde, Sijsele
lm Mittelpunkt dieses ökologischen Naturlehrgartens stehen die regionalen Landschaftselemente des armen Sandbodens. Ein rollstuhlgängiger Weg von ungefähr 1 Km Länge führt vorbei an 40 Stationen mit entsprechenden Informationen, auch in Braille. Die ökologische Wissenschaft soll Ihnen helfen beim Anschauen, beim Kosten, beim Beriechen und beim Befühlen der Pflanzen, die in den Nadel und Laubwäldern, auf der trockenen Heide und in anderen Biotopen dieser Region wachsen.