Eulenspiegel

"In Damme, in Flandern, als der Maimonat die Blumen am Hagedorn öffnete, wurde Eulenspiegel, der Sohn von Klaas geboren.".
So fängt Charles De Coster 1867 seine meisterlichte Legende von Till Eulenspiegel (La légende d'Ulenspiegel) an, mit der er für Damme einen Platz auf der literarischen Weltszene eroberte.
De Costers Erzählung geht auf ein altes Volksbuch zurück, das um 1500 in Deutschland erschien. Ein gewissensloser Eulenspiegel erscheint auf der Bühne. Ihm liegt nur daran, seinen Spaß zu treiben und Leue met Rang und Namen zum Narren zu halten. In einer flämischen Version wird Till unter dem Glockenturm der Kirche von Damme begraben. Ab 1570 steht das Volksbuch jedoch auf dem Index …
Charles De Coster allerdings läßt Till in Damme zu einem Zeitpunkt auf die Welt kommen als in Spanien auch Philipp, der Sohn Kaiser Karls geboren wird. Till muß nach einem Konflikt mit dem Pastor eine Bußfahrt nach Rom machen. Bei seiner Heimkehr in Damme findet er seinen Vater Klaas auf dem Brandstapel, weil er einem Ketzer Obdach verliehen hat. Till und Nele, seine Freundin, erhalten in einem Traum den Befehl, auf die Suche nach 'den Sieben' und 'dem Gürtel' zu gehen. Zusammen mit seinem Freund Lamme Goedzak macht Till sich auf den Wege. Till hilft Wilhelm dem Schweiger in seinen Widerstand gegen die Spanier, denn hier wütet der Religionskrieg in voller Heftigkeit.
Charles De Coster kommt das Verdienst zu, dem Volksbuch eine neue Dimension verliehen zu haben. Till ist nicht nur der Spaßmacher, sondern zumal ein Freiheitsheld. Dieses Meisterwerk der Weltliteratur wurde in mehr als 30 Sprachen veröffentlicht und findet mit Recht auf dem gleichen Niveau neben Reinaert dem Fuchs, Pantagruel, Don Quichotte ... seinen Platz.
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Oder kosten Sie das Eulespiegelbier, ein dunkles Bier von hoher Gärung.